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Orientierende Untersuchungen:

Bei einer Erstbeprobung geht es darum, Daten zu beschaffen, die grobe Aussagen über eventuell vorhandene Kontaminationen erlauben. In Anlehnung an die Bundes - Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) unterscheidet man zwischen den Wirkungspfaden Boden-Mensch und Boden-Grundwasser. Die genaue Eingrenzung eines Schadstoffherdes und die detaillierte Beschreibung des Ausbreitungspfades erfolgt bei einer späteren Phase der Untersuchung (Detailuntersuchung).

Der Wirkungspfad Boden-Mensch umfasst vorwiegend die Gefährdung des Menschen durch Einatmen von feinen Bodenpartikeln (<63 Mikrometer). Besonders Grundstücke, die starken und dauerhaften Immissionen ausgesetzt sind oder waren, können eine Belastung des Bodens in den obersten 10 cm aufweisen. Um mögliche Kontaminationen abschätzen zu können werden Mischproben des oberflächennahen Bodens erstellt und chemisch analysiert. Größere Industrie- und Gewerbegrundstücke können dazu in Teilflächen eingeteilt werden.

Bei Industrie- und Gewerbeflächen ist es angebracht den Wirkungspfad Boden-Grundwasser zu erfassen. Bodenproben werden meistens aus Kleinrammbohrungen (Rammkernsondierungen) gewonnen. Die Bohrungen werden dort gesetzt, wo potentielle Kontaminationsquellen (z.B. neben Lagertanks) zu vermuten sind. Mit Hilfe einer bereits vorhandenen historischen Recherche (die sich z.B. auf historische Luftbilder stützt) kann nach vermuteten Altlasten gebohrt werden, ohne dass es vor Ort an der Oberfläche offensichtliche Hinweise für eine Belastung geben muss. Je nach geologischer Beschaffenheit des Untergrundes und der Lage des Grundwasserspiegels wird häufig zusätzlich zu einer Bodenbeprobung das Grundwasser untersucht. Während die Bodenbeprobung sich häufig auf die oberen 1m bis 4m unter Geländeoberkante beschränkt, erreichen oft Grundwassermessstellen eine Endtiefe von 20m und mehr. Tiefe Grundwassermessstellen erfordern eine aufwendige Bohrtechnik.

Bei bestimmten Grundstücken, wo aktuell oder früher den Einzatz von leichtflüchtigen Stoffen (z.B. CKWs, BTXE) bekannt ist, ist eine Bodenluftbeprobung sinnvoll.

 

 

 

 

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